Das Anti-Charisma - Karrierehindernisse verstehen
Menschen streben nach beruflichem Erfolg! Das ist in der heutigen Leistungsgesellschaft nicht nur akzeptiert, sondern für viele eine wesentliche Maxime ihres Handelns. Wer möchte schon von sich aus und bewusst erfolglos sein? Es tut zu weh, zu den Verlierern zu gehören! Trotz aller Bemühungen bleiben jedoch für Manche die Türen zum beruflichen Erfolg verschlossen, denn sie sind echte „Anti-Charismatiker“: Menschen, die sich selber im Wege stehen.
Anti-Charismatiker reproduzieren immer und immer wieder karrierehinderliche Verhaltensmuster, die sich besonders in Konflikten offenbaren. Gerade in anstrengenden, stressvollen Situationen verstärken sich Persönlichkeitsmerkmale wie mangelndes Einfühlungsvermögen, Konfrontation, Härte, Unbeweglichkeit, Heiß-Kalt-Tendenzen um ein Vielfaches.
Anti-Charismatiker haben eine selektive Wahrnehmung in Konflikten
Konflikte sind integraler Bestandteil unserer Berufswelt und sichern, wenn sie sich im Gleichgewicht zu einem gesunden Miteinander befinden, wertvolle Entwicklungs- und Veränderungschancen. Konflikte an sich sind also eher eine positive Herausforderung. Zum Problem werden sie durch Menschen, die auf der Beziehungsebene nicht in der Lage sind, ein konstruktives Arbeitsklima zu schaffen.
Konflikte werden kämpferisch auf der Sachebene ausgetragen. Es entsteht eine Dynamik, die eine friedliche und lösungsorientierte Einigung verhindert. Es ist eine wahre Kunst, in Konflikten die Beziehungsebene im Auge zu behalten und zielsicher zu kommunizieren. Eine Kunst, die die Anti-Charismatiker kaum beherrschen.
Untersuchungen über das Verhalten von Menschen in Konfliktsituationen haben gezeigt, dass die Mehrheit der Versuchspersonen glaubt, den eigenen Vorteil durch striktes Beharren auf der eigenen Position ausbauen zu können und dies selbst dann noch, wenn Misserfolge schon absehbar sind.
Dabei gehen anti-charismatische Konfliktpartner nach dem Prinzip vor, eigene Vorteile durch die Niederlage des Gegenübers erzielen zu wollen – dabei nimmt ihre Wahrnehmungs- und Entscheidungsfähigkeit mehr und mehr ab. Im Zuge steigender Spannung betrachten sie Innen- und Außenwelt durch einen sich ständig verengenden „Tunnelblick“. Ihre Betrachtung wird einseitig, selektiv, verzerrt. Sie schätzen Situationen falsch ein, senden irreführende Signale und treffen risikoreiche oder falsche Entscheidungen.
Werfen wir einen Blick auf das positive Ende der Sympathieskala, auf die Lichtgestalten, auf die Charismatiker, um das riskante Verhalten der „Sich-im-Wege-Steher“ auch von dieser Seite besser zu beleuchten. Die Charismatiker verfügen über sehr hohe soziale und kommunikative Fähigkeiten. Sie haben eine positive Einstellung zu sich selbst und zu anderen, und sie fügen sich harmonisch in Gemeinschaften ein, weil sie gern und mit echtem Interesse auf Menschen zugehen. Sie kommen gut mit anderen aus, denn sie verfügen über Einfühlungsvermögen. Charismatiker betrachten Ansichten, Fähigkeiten und Kenntnisse ihres Gegenübers als Bereicherung des eigenen Lebens, nicht als Bedrohung ihres sozialen Status.
In Konflikten beherrschen sie Techniken, wertschätzend und lösungsorientiert zu kommunizieren, ohne dabei „weichzuspülen“ oder Probleme auszusitzen.
Sie wirken zugänglich und sympathisch, weil sie anderen mit Respekt und Toleranz begegnen: im privaten Freundes- oder Bekanntenkreis genauso wie in beruflichen Gemeinschaften. Sie finden rasch die Anerkennung der anderen.
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Als darüber, wie sich Anti-Charismatiker und Charismatiker in Konfliktsituationen verhalten, erfahren Sie bei ingeniam Executive Search
Von Norbert Abraham
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