HWWI/Berenberg-Städteranking 2010

Frankfurt verteidigt Spitzenplatz


Frankfurt am Main ist erneut Gewinner des Städterankings der Berenberg Bank und des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts HWWI. Zum zweiten Mal nach 2008 wurden die 30 größten deutschen Städte auf ihre Zukunftsfähigkeit hin untersucht.


Das Spitzenduo bilden, wie bereits vor zwei Jahren, Frankfurt und München. Sie schneiden bei den Standortfaktoren und den demografischen Aussichten hervorragend ab. Der Spitzenreiter Frankfurt glänzt vor allem als internationale, wissensbasierte Dienstleistungsmetropole.

So stehen den in Frankfurt ansässige Unternehmen erstklassig ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung: 20 % der Einwohner sind hochqualifiziert, 2 % der Einwohner im Bereich Forschung und Entwicklung tätig – mehr als in fast allen der anderen deutschen Großstädten. Darüber hinaus kann der Wirtschaftsstandort mit einer hohen Produktivität (hohes BIP pro Erwerbstätigem) punkten.

Ein weiterer gewichtiger Punkt: die hohe Internationalität. Zum Beispiel an den Hochschulen – 18 % der Studierenden kommen aus dem europäischen Ausland und der ganzen Welt in die Mainmetropole. Zur hohen Internationalität Frankfurts trägt nicht zuletzt auch die erstklassige Verkehrsanbindung durch den RheinMain Flughafen und die zentrale Lage an den europäischen Straßen- und Schienenwegen bei.

Die Zukunftsfähigkeit im Fokus
 „Erfolgreiche Städte sind Wachstumsmotoren für ganze Regionen. Ein Drittel aller Dienstleistungen und Güter wird in den 30 deutschen Großstädten produziert. Ihre Zukunftsfähigkeit ist somit wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes“, so Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter der Berenberg Bank. „In den letzten zehn Jahren lag der Beschäftigungszuwachs in den Städten mit über 500.000 Einwohnern deutlich über dem Bundesdurchschnitt.“

Die Entwicklung der Städte hängt davon ab, welche Auswirkungen der demografische Wandel auf sie hat und wie sie den Übergang zu wissens- und forschungsintensiven Produktionsweisen bewältigen. „Wissensintensive Dienstleistungsbranchen expandieren, während ‚schmutzige’ Industrien zunehmend aus dem Stadtbild verschwinden“, bringt es HWWI-Direktor Prof. Dr. Thomas Straubhaar auf den Punkt.

Dabei beeinflussen sich demografische und ökonomische Entwicklungen gegenseitig. Prosperierende Städte ziehen Arbeitskräfte an, was ihre weiteren Entwicklungspotenziale positiv beeinflusst. Hochqualifizierte Menschen bevorzugen das urbane Leben, z. B. aufgrund veränderter Ansprüche an die Lebensqualität oder an das kulturelle Angebot. Unternehmen wissensintensiver Branchen finden in Städten ein größeres Angebot an qualifizierten Arbeitskräften – das Bildungsniveau der Stadtbevölkerung ist vergleichsweise hoch, und Universitäten und Forschungseinrichtungen befinden sich überwiegend in urbanen Zentren. „Die räumliche Nähe fördert zudem den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Menschen; das wiederum forciert Innovationen und die Weiterentwicklung von Technologien“, so Straubhaar.

Fazit
Frankfurt am Main bietet seinen Unternehmen exzellente Rahmenbedingungen und hervorragend ausgebildetes Personal. Ausländische und international agierende Unternehmen profitieren darüber hinaus von der hohen Internationalität und der optimalen Infrastruktur der Mainmetropole. Und aufgrund der in der Studie herausgearbeiteten starken Wechselwirkungen zwischen ökonomischer und demografischer Entwicklung ist das deutsche Finanzzentrum auch bestens für die Zukunft gerüstet.

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